Vojta Säuglinge / Kinder / Erwachsene

Bei der Vojta-Therapie übt der Therapeut beim Patienten, der sich in Bauch-, Rücken- oder Seitenlage befindet, einen gezielten Druck auf bestimmte Körperzonen aus. Solche Reize führen bei Menschen – und zwar jeden Alters – automatisch und ohne eigenen Antrieb, also ohne aktive willentliche Mitarbeit des Betroffenen, zu zwei Bewegungskomplexen:

Dem Reflexkriechen in Bauchlage und dem Reflexumdrehen aus Rücken- und Seitenlage. Das Reflexkriechen führt zu einer Art Kriechbewegung, während das Reflexumdrehen aus der Rückenlage beginnt und über die Seitenlage in den sog. Vierfüßlergang übergeht.

Durch die Anwendung der Vojta-Therapie sollen die elementaren Bestandteile der menschlichen Aufrichtung und Fortbewegung wieder zugänglich und nutzbar werden_

1. Das Gleichgewicht des Körpers bei Bewegungen („posturale Steuerung“)
2. Die Aufrichtung des Körpers gegen die Schwerkraft 
3. Die zielgerichteten Greif- und Schrittbewegungen der Gliedmaßen („phasische Beweglichkeit“)

Neben den „großen“ motorischen Abläufen können auch folgende Reaktionen aktiviert und beeinflusst werden:

  • Blickwendung (Okkulomotorik)

  • Zungenbewegungen, Kieferbewegungen (Orofaziale Motorik)

sowie vegetative Funktionen wie:

  • Regulation von Blase und Darmfunktion

  • Atmung

  • Saugen und Schlucken